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Seit nunmehr fünf Jahren arbeitet an der Schule eine Schulsozialarbeiterin mit insgesamt 15 Zeitstunden.
Sie ist ein unverzichtbarer, bedeutsamer Bestandteil der Schulgemeinde geworden und gibt unserem Schulmotto aus einer anderen Perspektive noch einmal Fundament und Möglichkeiten der Umsetzung.
Angebote der sozialen Arbeit können von den Schüler/innen auf eigenen Wunsch wahrgenommen oder aber auf Anraten des Klassenlehrers bzw. der Klassenlehrerin veranlasst werden. Bedingung ist aber immer, dass die Maßnahme freiwillig in Anspruch genommen wird.
Sozialarbeit versteht sich vorrangig als vorbeugendes Hilfsangebot.
Frühzeitige Maßnahmen können im Idealfall größere Probleme vermeiden.
Schulsozialarbeit nimmt die Schüler/innen in ihrem Gesamtumfeld wahr, d. h. oftmals reagiert die soziale Arbeit auch bei persönlichen Problemen und bezieht Eltern und Institutionen außerhalb der Schule mit in den Hilfsprozess mit ein.
Fortdauernden Konflikte in den Klassen oder während der Pausensituation können durch spezifische Angebote, z. B. durch zusätzliches Verhaltenstraining in Gruppen zur Lösung der Konflikte beitragen.
Ziele der Schulsozialarbeit
Durch Einzelfallhilfe können Probleme früh erkannt bzw. durch individuelle Hilfsangebote bewältigt werden. Schulsozialarbeit ist ein effektives Mittel, Schüler/innen individuell zu fördern und deren Ressourcen zu stärken. Darüber hinaus kann sie präventiv Fehlentwicklungen entgegenwirken. Hierdurch sind auch positive Auswirkungen auf das Schulklima spürbar. Sie dient der Vermittlung zwischen Schüler/innen, Elternhaus, Schule und Jugendhilfe.
Aufgaben der Sozialarbeit
- Beratungsangebote
- Einzelfallhilfe bei schulischen und persönlichen Problemen (informelle Beratung, regelmäßige Einzelgespräche, Hausbesuche, Elterngespräche, Vermittlung zu anderen Hilfsinstitutionen usw.)
- Krisenintervention
- Vermittlung in Konflikten
- Unterrichtshospitation = beobachtende Teilnahme am Unterricht bei z. B. schwierigen Situationen in der Klassengemeinschaft, Probleme einzelner Schüler oder Gruppen innerhalb der Klasse. Ziel: kollegiale Beratung, Klassentraining zur Bewältigung der Konflikte etc.
- sexualpädagogische Beratung
- kollegiale Beratung und Austausch, Teilnahme an Konferenzen
Im Rahmen der Einzelberatung erweist sich oft die Einbeziehung von außerschulischen Kooperationspartnern als notwendig. Auch bei der Durchführung spezifischer Gruppenangeboten ist eine Vernetzung mit den Institutionen der Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Beratungsstellen, Bildungsstellen etc. hilfreich und sinnvoll.
- Themenspezifische Projekte
- Suchtprävention in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt
- Gewaltprävention
- Gesundes Essen
- Liebe, Sexualität, AIDS
- Schülerfirma, Schulkiosk
- Gruppenarbeit
- Mädchengruppe
- Soziales Lernen
- Bewerbungstraining, Kommunikationstraining
- Praktikumsbetreuung
Mädchenförderung
Mädchenförderung findet regelmäßig während der Unterrichtszeit als Gruppenangebot statt. Geleitet wird die Gruppe von der Schulsozialarbeiterin.
Die Anzahl der Teilnehmerinnen ist auf sechs bis acht begrenzt und richtet sich ausschließlich an Mädchen, die von den jeweiligen Klassenlehrer/innen ausgewählt werden.
Die einzelne Teilnehmerin ist gefordert, sich aktiv in die Gruppe einzubringen und sich fortwährend mit ihrer Persönlichkeit auseinander zu setzen.
Durch die geringe Teilnehmerinnenzahl und den Ausschluss von männlichen Schülern wird ein besonderer Schutzraum erlebt, in dem Grenzen neu erfahren werden können.
Die einzelnen Schülerinnen haben Gelegenheit, persönliche Erfahrungen auszutauschen, besondere Themen anzusprechen und Solidarität unter Mädchen zu erfahren.
Ziele
- Stärkung des Selbstbewusstseins, Erkennen der eigenen Stärken und Fähigkeiten
- Wahrnehmung und Ausdruck von Gefühlen und Bedürfnissen
- Bewusstmachen der eigenen Körperhaltung
- Selbst- und Fremdwahrnehmung
- adäquater Umgang mit Konflikten
- Auseinandersetzung mit der eigenen sozialen Umwelt
- Reflexion der Situation von Mädchen und Frauen in unserer Gesellschaft (Geschlechtsrollen, Vorurteile …)
- Spaß haben
Methoden
- Körperwahrnehmungsübungen (Entspannungsübungen, Tanz u. a.)
- Kreatives Arbeiten (Malen, Basteln, Handarbeiten)
- Übungen zum Ausdruck von Gefühlen (auch Verbalisieren von Emotionen, Körpersprache)
- Rollenspiele
- Training von Durchsetzungsstrategien ("Nein"-sagen)
- Konflikttraining
- Kommunikationstraining
Weitere Themen:
- Auseinandersetzung mit Werten und Normen
- Thematisierung eigener Wünsche und Träume
- Liebe und Aufklärung
- AIDS
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